Unsere Geschichte


2012: Landeskirchliche Gemeinschaft e.v. Berghülen wird Christusbund Berghülen e.V.

Hiermit möchten wir bekanntgeben, dass in unserer Außerordentlichen Mitgliederversammlung der Landeskirchlichen Gemeinschaft e.V. vom 20.05.2012 eine Namensänderung unserer Gemeinschaft beschlossen wurde.
In Zukunft heißen wir:
Württembergischer Christusbund Berghülen e.V.

Eine Eintragung des Amtsgerichts Ulm in das Vereinsregister 289 erfolgte am 06.09.2012.

Ausschlaggebend für die Namensänderung unserer Gemeinschaft war, dass sich der Name unseres Verbandes und unseres Bezirks (Teck) von Württembergischer Brüderbund in Württembergischer Christusbund geändert hat. Unsere Gemeinschaft, welche am 2. Juni 1926 gegründet wurde, führt seit der Gründung den Namen "Landeskirchliche Gemeinschaft e.V.". Der Status, dass wir eine Landeskirchliche Gemeinschaft sind und auch in Zukunft bleiben, ist über den Gnadauer Verband geregelt und bleibt von daher unberührt.

Die Änderung von Brüderbund zum Christusbund war keine leichtfertige Entscheidung und keine "Trendentwicklung". Sie hat wohlüberlegte Gründe und soll über eine lange Zeit tragfähig sein. Der neue Name soll bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

Ein Name, der…
- das innere Anliegen, den Kern und das eigentliche Ziel, das uns antreibt in die Mitte stellt. Es geht nicht zuerst um Brüder und Schwestern, auch nicht um Männer und Frauen, sondern um Christus
- nicht mehr länger erklärungsbedürftig ist
- die Mittellinie unserer Arbeit klarer deutlich macht
- gleich auf Christus hinweist
- unsere innere Haltung zum Thema Evangelisation und evangelistischer Lebensstil deutlich macht
- "verbands-, bezirks und ortstauglich" ist
- nicht mit der Tradition bricht und damit leichtfertig Menschen verprellt.

Wir hoffen, dass uns das gelungen ist.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, dürfen Sie gerne auf uns zukommen.

Der Vorstand, Leitungskreis und die Mitglieder

2006: Einweihung vom neuen Gemeinschaftshaus am 03.10.2006

2003-2006: Bau vom neuen Gemeinschaftshaus an der Hauptstrasse

2003: Abriss der alten Gebäude an der Hauptstrasse

2002: Kauf vom Baugrundstück an der Hauptstrasse
Etwas vom ersten, das die Gründer der Landeskirchlichen Gemeinschaft Ende der 20er Jahre taten, war: Sie bauten das Gemeinschaftshaus im Ortskern. Diese Aktion motivierte, alle halfen zusammen, und der Bau dieses kleinen Hauses half der Gemeinschaft, über die ersten echten Hürden hinwegzukommen, hatte man doch einen Ort der Versammlung und ein Zuhause als Verein. Auch anderen diente dieses Haus, so wurde es zeitweise vom Kindergarten und von der Kirchengemeinde mitgenutzt, beispielsweise, als in den 50er Jahren die Kirche innen renoviert werden mußte. Heute steht es leer, es fehlt an der Heizung, dem Wasser- und Kanalanschluß, der Zufahrt und es ist kein Platz außenherum vorhanden. Aber die Gemeinschaft sehnt sich wieder nach einem solchen Ort, in dem sie ihre Veranstaltungen und Kreise durchführen kann. Zur Zeit finden alle Veranstaltungen im ev. Gemeindehaus statt, worüber alle sehr dankbar sind.

Nachdem wir ein Baugrundstück in Berghülen direkt an der Haupstraße erwerben konnten, steht für uns nun das Bauvorhaben von einem neuen Gemeinschaftshaus bevor. Das ist eine Herausforderung für den kleinen Verein, der sich einzig aus freiwilligen Spenden trägt. Aber: Wir wollen es wagen, im Vertrauen auf Gottes Hilfe. Wir sind alle gespannt, was sich in Bezug auf das neue "Gemeinschaftshaus" in der nächsten Zeit tun wird.


Quellen:
Festschrift vom 70.Jubliäum unserer Gemeinschaft
Textauszug aus dem Berghüler Heimatbuch

Der Bau des Gemeinschaftshauses zahlte sich aus Der Bau des Gemeinschaftshauses, der Anfangs viel Kraft gekostet hatte, zahlte sich in den 30er-Jahren voll aus. Man konnte sich treffen, ohne den Druck des Nazi-Staates zu sehr fuerchten zu muessen. Die schwere Zeit unter den Nazis sowie der Kriegs- und Nachkriegsjahre waren eine Herausforderung, aber auch eine Zeit des Wachstums. In einer Versammlung am 6. Februar 1955 wurden – was heute erstaunt – 32 Mitglieder gezaehlt. Aus der kleinen Gruppe der 30er-Jahre war eine stattliche Gemeinschaft geworden. Man hatte die Wirren der Geschichte mit Gottes Hilfe unbeschadet ueberstanden. Gemeinschaftsleiter Jakob Schmauz, wurde in dieser Sitzung von Jakob Frank abgeloest. Ab 1976 leitete Georg Riek die Gemeinschaft. 1988 gab sich die Landeskirchliche Gemeinschaft eine neue Satzung und erhielt die lange ersehnte staatliche Bestaetigung der Gemeinnuetzigkeit, nachdem in einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung am 4.7.1993, einer Satzungsaenderung zugestimmt wurde. Auch in der neuen Satzung wurde grundsaetzlich festgehalten, Ziel der Gemeinschaft ist es, Zitat: ...auf der Grundlage der Bibel christliches Leben zu wecken und zu pflegen. Am 12.4.1992 verjuengte sich die Vorstandsschaft, als 1.Vorsitzender wurde Siegfried Werner, als 2.Vorsitzender Erhard Frank gewählt und als Kassier wurde Hans Braunmüller bestaetigt, welcher von dem verstorbenen Jakob Kast (Unterbauer) die Aufgabe des Kassiers uebernommen hatte.

1990 kam frischer Wind in die Gemeinschaft 1990 kam frischer Wind in die Bewegung. Junge Christen regten eine Strukturveränderung an, vor allem in der Stunde sollte wesentlich mehr Leben sein, meinten sie. Ihr Antrag, ab da die Stunde mitzugestalten und zu modernisieren, fand die breite Zustimmung von jung und alt: Das gemeinsame freie Gebet hielt in der Stunde Einzug, eingebunden in Musik und Gesang, und in Verbindung mit einer kuerzeren, klaren, biblischen Botschaft. Die Stunde wurde attraktiver gestaltet, auch Leute aus Nachbarorten fanden dazu. Als man 1996 in der Turn- und Festhalle das 70jährige Bestehen der Gemeinschaft feierte, war das Anlass für mehrere hundert Freunde, mit den Leuten von der Stund’ mitzufeiern. Praelat Prof. Dr. Gerhard Maier gruesste mit den Worten: Ich wuensche ihm (dem Württ. Bruederbund Berghuelen) die lebendige Dankbarkeit für das, was Gott an den Generationen vor uns getan hat. Ich wuensche ihm die staendige Verwurzelung in der goettlichen Heilsgeschichte, die uns Gottes Wort enthuellt. Und schliesslich wuensche ich ihm, daß er eine missionarische, von der Liebe zu Gott und den Menschen bestimmte Juengergruppe bleibt.

Gruss von Pfarrer Dr. Heiko Krimmer: Jesus ist der Bau-Meister

Weiter schrieb der ev. Regionalbischof von Ulm: Ich freue mich, daß dieses Jubilaeum 1996 stattfinden kann. Ich nehme innerlich daran Anteil, weil ich selbst ein knappes Jahr meines Lebens in Berghuelen verbringen durfte und seither mit Berghuelen verbunden bin. Der bekannte Pfarrer Dr. Heiko Krimmer schrieb in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Wuerttembergischen Bruederbundes, dem die Landeskirchliche Gemeinschaft Berghuelen angehoert: Jubilaeum, das lateinische ‘Jubilare’ heisst jubeln, loben und preisen. Dieses Lob gilt nicht der Gemeinschaft in Berghuelen. Es ist Gotteslob, Jesuslob. Er sammelt, baut und erhaelt seine Gemeinde. Das hat er nun 70 Jahre in Berghuelen getan, im Rahmen der Gemeinschaft und darueber hinaus. Dafür gebuehrt IHM das Lob. ... Gott baut sein Reich mit und durch uns Menschen, die sich gebrauchen lassen. Das ist ein Wunder. ... Die ‘Bau-Methode’ ist die Verkuendigung des Wortes Gottes in Wort und Leben. Daran wollen wir unbeirrbar festhalten. Wir wuenschen Euch vom Vorstand des Wuerttembergischen Bruederbundes ein gesegnetes Weiterbauen, vollmaechtige Bau-Leute und die enge Verbindung zum Bau-Meister Jesus Christus.



Die Gründervätern vor mehr als 70 Jahren waren: Jakob Schmauz, Wilhelm Dick, Jakob Dick, Heinrich Rau, Hans Schwenkkrauß, Georg Braunmüller, Jakob Frank, Hans Schöll, Johannes Duckeck und Matthias Kast.

Sie haben am 2. Juni 1926 die Landeskirchliche Gemeinschaft ins Leben gerufen. Zum 1. Vorsitzenden wählte man Jakob Schmauz von den Hessenhöfen, zum Kassier Georg Braunmüller, der gleichzeitig Protokollführer war. Am 26. Juli 1926 erstellten sie ihre Satzung, in der es heißt: "Die Landeskirchliche Gemeinschaft Berghülen ist eine Vereinigung ev. Christen zum Zweck, das christliche Leben zu wecken und zu pflegen." Dieser Ansatz ist das Hauptanliegen bis heute geblieben. Wie die Förderung des christlichen Lebens am Ort geschehen sollte, wurde so ausgedrückt: "...insbesondere in die Wahrheit des göttlichen Wortes sich zu vertiefen, im Glaubens-, Liebes- und Hoffnungsleben (Gottseligkeit) sich gegenseitig zu fördern und die innere und äußere Mission zu unterstützen, sowie die christliche Arbeit in der Jugendpflege und Trinkerrettung zu fördern." Worte, die etwas altertümlich klingen, aber durchaus aktuell sind.



Erste Schritte im Vertrauen auf Gott

Die Gründer der Gemeinschaft mußten erleben, daß die Bedeutung des christlichen Glaubens in ihrem Umfeld selbst innerhalb der Kirche rapide abgenommen hatte. Die materielle und seelische Not der Menschen am Ort tat den Gründervätern der Gemeinschaft weh. Man wollte nicht zusehen, wie Menschen dem Alkohol verfallen, man wollte vor allem auch der Jugend neue Hoffnung vermitteln. Mit dem Evangelium hatte man die Botschaft der Hoffnung... Davon waren sie überzeugt. Die Initialzündung zur Gründung der Gemeinschaft und von Anfang an auch zum Bau eines eigenen "Stundenhauses" geschah im Frühjahr 1925 durch eine Evangelisation mit Fritz Hubmer in "Schwedenbauers" Garten. Hubmer machte mit eindrücklichen Worten auf die geistliche Not der Menschen am Ort aufmerksam. Er verdeutlichte, daß die Botschaft Jesu die Antwort auf diese Not ist. Hubmers Worte ließen den oben genannten Männern keine Ruhe – sie setzten sich zusammen und gründeten die Landeskirchliche Gemeinschaft. Von Anfang an arbeitete man in Berghülen bewußt mit der Kirche zusammen. Das wird schon an den Gründern selbst deutlich, zu denen beispielsweise der Kirchenpfleger Wilhelm Dick gehörte und Organist Heinrich Rau. 1927 begann man mit dem Bau des Gemeinschaftshauses in der Ortsmitte, auf einem Fleckchen Land, das Hans Schöll (der "Stofflenbauer") zur Verfügung gestellt hatte. Bis zur Fertigstellung im Januar 1929 traf man sich im Hause "Rau" zu Versammlungen. In der Stube wurden "Schrannen" aufgestellt, einfache Sitzbänke ohne Rückenlehne. Weil Organist Heinrich Rau sich mit einbrachte, gab es schon Anfang der 30er Jahre einen Gitarrenchor und einen gemischten Chor. Rau wurde als strenger Chorleiter geschildert, der keine Fehler durchgelassen habe.